Emma arbeitete als Bibliothekarin in einer kleinen Stadt. Sie liebte ihre ruhige Arbeit und kannte alle regelmäßigen Besucher. Eines Morgens fand sie einen gefalteten Zettel auf ihrem Schreibtisch. 'Schau um Mitternacht hinter die alte Uhr', stand auf dem Zettel. Auf dem Papier war keine Unterschrift. Emma war neugierig, aber auch ein wenig nervös. Sie zeigte den Zettel ihrem Kollegen Tom. Tom lachte und sagte, es sei wahrscheinlich ein Scherz. Aber Emma konnte nicht aufhören, daran zu denken. An diesem Abend blieb sie lange in der Bibliothek. Die alte Uhr stand in der Ecke der Eingangshalle. Sie funktionierte seit vielen Jahren nicht mehr. Emma wartete, bis es fast Mitternacht war. Ihr Herz schlug schneller, als die Stunden vergingen. Schließlich zeigten die Uhrzeiger auf zwölf. Sie ging langsam auf die staubige Uhr zu. Dahinter fand sie eine kleine Holzkiste. In der Kiste war ein altes Foto. Das Foto zeigte die Bibliothek vor vielen Jahren. Drei Menschen standen davor. Emma erkannte eine von ihnen als ihre Großmutter. Sie fühlte sich gleichzeitig überrascht und verwirrt. Wer hatte diese Nachricht für sie hinterlassen? Am nächsten Tag fragte Emma ihre Mutter nach dem Foto. Ihre Mutter erklärte, dass die Großmutter in dieser Bibliothek gearbeitet hatte. Sie war eine der ursprünglichen Gründerinnen gewesen. Emma hatte nie von dieser Familiengeschichte gewusst. Aber wer wusste von dieser Verbindung? Eine Woche später erschien ein weiterer Zettel auf ihrem Schreibtisch. 'Die Gartenbank birgt weitere Geheimnisse', stand darauf. Emma ging in den kleinen Garten hinter der Bibliothek. Unter der alten Bank fand sie eine weitere Kiste. Diese Kiste enthielt Briefe, die ihre Großmutter geschrieben hatte. Die Briefe beschrieben die Anfänge der Bibliothek. Sie erwähnten auch eine versteckte Zeitkapsel. Emmas Aufregung wuchs mit jeder Entdeckung. Sie folgte den Hinweisen noch mehrere Wochen lang. Jeder Zettel führte sie zu einem neuen Stück Geschichte. Sie erfuhr durch diese Schätze von der Vergangenheit der Stadt. Schließlich fand sie die Zeitkapsel vergraben nahe dem Eingang. Darin waren alte Bücher, Fotos und ein Tagebuch. Das Tagebuch hatte ihre Großmutter geschrieben. Auf der letzten Seite war eine neue Notiz. 'Willkommen in unserem Familienerbe, Emma', stand dort. Die Handschrift kam ihr bekannt vor. Sie erkannte, dass sie ihrer Tante Clara gehörte. Tante Clara wollte, dass Emma ihre Wurzeln entdeckte. Emma lächelte und war dankbar für die anonymen Nachrichten.

German Story (A2)Die anonyme Nachricht
Diese A2 Deutsch-Geschichte ist für grundstufe konzipiert, die Deutsch lernen. Sie enthält einfaches Vokabular und kurze Sätze, um Ihre Lese- und Hörfähigkeiten zu verbessern. Klicken Sie auf ein beliebiges Wort, um Übersetzungen zu sehen und die Aussprache zu hören.
About this story
Emma, eine Bibliothekarin, entdeckt mysteriöse Zettel, die sie zu Familiengeheimnissen und einer Zeitkapsel führen. Sie erfährt, dass ihre Großmutter eine der Gründerinnen der Bibliothek war und dass ihre Tante Clara diese Reise inszeniert hat, um Emma zu helfen, ihre Wurzeln zu entdecken.
Translations in English
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Comprehension Questions
4 questions
1
Was sagte die erste anonyme Nachricht Emma, dass sie tun sollte?
2
Was fand Emma in der Holzbox hinter der Uhr?
3
Was war die Verbindung von Emmas Großmutter zur Bibliothek?
4
Wer schickte Emma tatsächlich die anonymen Nachrichten?
Vocabulary
30 words from this story


