Emma hatte vier lange Jahre auf diesen Tag gewartet. Heute war endlich ihre Abschlussfeier an der Universität. Sie wachte um sechs Uhr morgens auf und konnte nicht länger schlafen. Ihr Herz raste vor Aufregung und etwas Nervosität. Sie hatte unglaublich hart gearbeitet, um diesen Moment zu erreichen. Es hatte viele späte Nächte beim Lernen und unzählige Prüfungen gegeben. Manchmal hatte sie sich gefragt, ob sie jemals ihren Abschluss machen würde. Aber hier war sie, kurz davor, ihr Diplom in Psychologie zu bekommen. Emma legte vorsichtig ihren Talar auf das Bett. Die dunkelblaue Farbe stand für ihre Fakultät der Sozialwissenschaften. Sie probierte das Barett an und betrachtete sich im Spiegel. 'Ich habe es tatsächlich geschafft,' flüsterte sie ihrem Spiegelbild mit einem Lächeln zu. Ihre Eltern würden um zehn Uhr kommen, um sie abzuholen. Sie waren während ihres gesamten Studiums so stolz gewesen und hatten sie immer unterstützt. Ihre Großmutter kam auch, obwohl sie nur schwer gehen konnte. 'Das würde ich um nichts in der Welt verpassen,' hatte ihre Großmutter ihr gesagt. Emmas beste Freundin, Maria, machte bei derselben Feier ihren Abschluss. Sie hatten sich in ihrer ersten Woche an der Universität kennengelernt und waren unzertrennlich geworden. Sie hatten sich in den letzten zwei Jahren eine Wohnung geteilt. Emma bekam eine Nachricht von Maria, die fragte, wann sie sich treffen sollten. 'Lass uns vor Beginn der Zeremonie zusammen ein paar Fotos machen,' schlug Maria vor. Emma stimmte zu und sie beschlossen, sich um halb zwölf zu treffen. Die Zeremonie sollte um ein Uhr nachmittags beginnen. Sie würde im großen Saal des Hauptgebäudes der Universität stattfinden. Emma machte sich fertig und ging nach unten, um zu frühstücken. Ihre Mitbewohnerin hatte ein besonderes Frühstück vorbereitet, um den Anlass zu feiern. 'Du verdienst das mehr als jede andere, die ich kenne,' sagte ihre Mitbewohnerin herzlich. Emma spürte, wie sich Tränen in ihren Augen bildeten bei diesen herzlichen Worten. Punkt zehn Uhr kamen ihre Eltern in der Wohnung an. Ihre Mutter trug einen wunderschönen Strauß weißer Rosen. Ihr Vater hatte ein kleines, in goldenes Papier eingewickeltes Geschenk mitgebracht. 'Wir sind so unglaublich stolz auf dich,' sagte ihre Mutter und umarmte sie fest. Ihre Großmutter kam kurz darauf an und stützte sich dabei langsam auf ihren Stock. Sie trug ihr bestes Kleid, das sie für besondere Anlässe aufbewahrte. 'Mein kleines Mädchen ist jetzt erwachsen,' sagte ihre Großmutter mit Tränen in den Augen. Sie machten mehrere Familienfotos im Wohnzimmer, bevor sie gingen. Emma half ihrer Großmutter vorsichtig ins Auto. Sie fuhren zum Universitätscampus, der für den Anlass wunderschön dekoriert war. Bunte Banner und Ballons begrüßten die Absolventen und ihre Familien. Emma entdeckte Maria in der Nähe des Eingangs zum großen Saal. Sie trug bereits ihren Talar und winkte aufgeregt. Die beiden Freundinnen umarmten sich herzlich, als sie sich trafen. 'Kannst du glauben, dass wir endlich hier sind?' fragte Maria mit einem breiten Lächeln. Sie fanden einen schönen Platz im Garten für ihre Fotos. Marias Eltern gesellten sich zu ihnen, und sie machten viele Gruppenfotos zusammen. Um Viertel vor eins begann das Personal, die Absolventen zu ihren Plätzen zu geleiten. Emmas Herz pochte, als sie den großen Saal betrat. Der Saal war mit Hunderten von Studenten in ihren bunten Talaren gefüllt. Familienmitglieder und Freunde saßen auf der oberen Galerie. Emma schaute nach oben und sah ihre Familie ihr von oben zuwinken. Der Universitätspräsident stand am Podium und begrüßte alle herzlich. Er sprach über die Bedeutung dieses Meilensteins in ihrem Leben. Ein berühmter Wissenschaftler hielt eine inspirierende Rede darüber, seinen Träumen zu folgen. 'Lasst euch niemals einreden, dass eure Ziele unmöglich sind,' sagte sie. Emma war von diesen Worten tief berührt und dachte an ihren eigenen Weg. Dann kam endlich der Moment, auf den alle gewartet hatten. Der Dekan begann, Namen zur Diplomverleihung aufzurufen. Jeder Student ging unter lautem Applaus über die Bühne. Emmas Hände zitterten leicht, während sie darauf wartete, dass sie dran war. 'Emma Johnson,' verkündete der Dekan deutlich ins Mikrofon. Sie holte tief Luft und ging selbstbewusst auf die Bühne zu. Sie konnte hören, wie ihre Familie laut von der Galerie jubelte. Der Universitätspräsident schüttelte ihre Hand und überreichte ihr ihr Diplom. 'Herzlichen Glückwunsch zu deiner Leistung,' sagte er mit einem warmen Lächeln. Emma hielt ihr Diplom fest und posierte für das offizielle Foto. Als sie von der Bühne ging, rannen ihr Freudentränen übers Gesicht. Sie kehrte zu ihrem Platz zurück und sah zu, wie Maria als nächstes ihr Diplom erhielt. Sie tauschten stolze Lächeln über die Reihen der Absolventen hinweg aus. Nachdem alle Diplome verliehen worden waren, erhob sich die gesamte Klasse. Sie bewegten ihre Quasten von der rechten Seite auf die linke. Diese traditionelle Geste symbolisierte ihren offiziellen Status als Absolventen. Der Saal brach in Jubel und Applaus von allen Anwesenden aus. Viele Absolventen warfen ihre Hüte hoch in die Luft zum Feiern. Nach der Zeremonie eilte Emma los, um ihre Familie zu finden. Ihre Mutter weinte vor Glück und konnte kaum sprechen. Ihr Vater umarmte sie schweigend, zu bewegt, um etwas zu sagen. Ihre Großmutter küsste sie auf beide Wangen und hielt ihre Hände fest. 'Dein Großvater wäre so stolz gewesen, diesen Tag zu sehen,' flüsterte sie. Eine Welle von Gefühlen überkam Emma bei diesen Worten. Die ganze Familie ging in ein Restaurant, um den besonderen Anlass zu feiern. Sie hatten ein Separee für die Feier reserviert. Maria und ihre Familie gesellten sich dazu und machten es zu einer doppelten Feier. Der Kellner brachte Champagner, um auf die Absolventen anzustoßen. 'Auf Emma und Maria,' sagte ihr Vater und hob sein Glas hoch. 'Möge eure Zukunft so strahlend sein wie eure Leistungen heute.' Alle stießen mit ihren Gläsern an und tranken auf ihren Erfolg. Das Abendessen war köstlich, mit vielen Gängen und wunderbaren Desserts. Emmas Vater hielt eine bewegende Rede darüber, wie stolz er war. Er erinnerte sich an den Tag, als sie als kleines Mädchen ihren ersten Schultag hatte. 'Die Zeit ist so schnell verflogen,' sagte er mit bewegter Stimme. Emma öffnete das in Goldpapier eingewickelte Geschenk, das ihr Vater mitgebracht hatte. Darin war eine wunderschöne Uhr, auf deren Rückseite ihre Initialen eingraviert waren. 'Die gehörte deinem Großvater,' erklärte ihr Vater sanft. Emma war tief berührt von diesem bedeutungsvollen und kostbaren Geschenk. Als sich der Abend dem Ende zuneigte, teilten alle ihre liebsten Erinnerungen. Sie lachten über lustige Momente aus Emmas Universitätsjahren. Emma sah ihre Liebsten an und fühlte sich unglaublich dankbar. Dieser Tag markierte das Ende eines Kapitels und den Beginn eines anderen. Sie wusste, dass sie bereit war, sich allen Herausforderungen zu stellen, die vor ihr lagen. Mit ihrem Diplom in der Hand und ihrer Familie an ihrer Seite sah die Zukunft rosig aus.

German Story (B1)Die Abschlussfeier
Diese B1 Deutsch-Geschichte ist für mittelstufe konzipiert, die Deutsch lernen. Sie enthält einfaches Vokabular und kurze Sätze, um Ihre Lese- und Hörfähigkeiten zu verbessern. Klicken Sie auf ein beliebiges Wort, um Übersetzungen zu sehen und die Aussprache zu hören.
About this story
Emma feiert ihren Abschlusstag nach vier Jahren harter Arbeit an der Universität. Umgeben von ihrer liebevollen Familie und ihrer besten Freundin Maria erhält sie ihr Psychologie-Diplom in einer emotionalen Zeremonie und reflektiert über ihre Reise von der Studentin zur Absolventin.
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Comprehension Questions
4 questions
1
Welchen Abschluss war Emma dabei zu erhalten?
2
Wie haben sich Emma und Maria kennengelernt?
3
Welches besondere Geschenk gab Emmas Vater ihr?
4
Was stellte die dunkelblaue Farbe von Emmas Robe dar?
Vocabulary
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