Emma hatte immer davon geträumt, in einem anderen Land zu studieren. Als sie an einer Universität in Deutschland angenommen wurde, konnte sie es nicht glauben. Ihre Familie war stolz, aber auch besorgt, dass sie so weit weg leben würde. Emma verbrachte den ganzen Sommer damit, sich auf ihre Abreise vorzubereiten. Sie besuchte zweimal pro Woche Deutschkurse. Der Tag ihres Fluges kam schneller als erwartet. Am Flughafen konnte ihre Mutter nicht aufhören zu weinen. 'Ruf mich an, sobald du landest,' sagte ihre Mutter unter Tränen. Emma umarmte ihre Familie ein letztes Mal und ging durch die Sicherheitskontrolle. Der Flug nach München dauerte drei Stunden. Emma fühlte sich aufgeregt und nervös zugleich, als das Flugzeug zu sinken begann. Als sie aus dem Flugzeug stieg, fühlte sich alles anders an. Die Schilder waren auf Deutsch, und sie konnte nur einige davon verstehen. Sie holte ihr Gepäck und suchte den Ausgang. Ein studentischer Freiwilliger hielt ein Schild mit ihrem Namen hoch. 'Willkommen in Deutschland! Ich bin Thomas,' sagte er mit einem freundlichen Lächeln. Thomas half Emma, ihre Taschen zu seinem Auto zu tragen. Während der Fahrt zur Universität erzählte er ihr von der Stadt. Emma versuchte, sich alle nützlichen Informationen zu merken, die er teilte. Ihr Studentenwohnheim war ein großes Gebäude mit vielen Stockwerken. Sie erhielt ihren Zimmerschlüssel an der Rezeption. Ihr Zimmer war klein, aber hatte alles, was sie brauchte. Es gab ein Bett, einen Schreibtisch, einen Kleiderschrank und ein kleines Badezimmer. Sie packte ihre Koffer aus und hängte Fotos ihrer Familie an die Wand. In dieser ersten Nacht konnte Emma überhaupt nicht schlafen. Sie vermisste ihre Familie und fühlte sich sehr einsam. Am nächsten Morgen ging sie zur Einführungsveranstaltung für neue Studierende. Der Raum war voller internationaler Studierender aus der ganzen Welt. Emma setzte sich neben ein Mädchen aus Japan namens Yuki. Sie wurden schnell Freundinnen, weil sie ähnliche Erfahrungen teilten. Beide waren nervös, im Unterricht Deutsch zu sprechen. Der Unterricht begann in der folgenden Woche. Emma studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing. Einige ihrer Kurse wurden auf Englisch unterrichtet, aber die meisten auf Deutsch. Anfangs hatte sie Schwierigkeiten, die deutschen Vorlesungen zu verstehen. Sie musste die Vorlesungen aufnehmen und sie zu Hause noch einmal anhören. Ihre Professoren waren geduldig und immer bereit, internationalen Studierenden zu helfen. Emma schloss sich auch einer Lerngruppe mit deutschen Studierenden an. Das half ihr, ihre Sprachkenntnisse sehr schnell zu verbessern. Eine der größten Herausforderungen war, ihr eigenes Budget zu verwalten. Sie hatte noch nie allein gelebt und musste lernen, wie man kocht. Ihre ersten Kochversuche waren totale Katastrophen. Sie verbrannte die Nudeln und gab zu viel Salz in die Suppe. Aber mit Übung wurde sie besser darin. Emma liebte es besonders, die Stadt an den Wochenenden zu erkunden. München hatte wunderschöne alte Gebäude und viele interessante Museen. Sie besuchte den Englischen Garten, einen riesigen Park im Zentrum der Stadt. Dort surften die Leute auf einer künstlichen Flusswelle. Emma dachte, das sei eines der ungewöhnlichsten Dinge, die sie je gesehen hatte. Während der Winterferien kamen ihre Eltern, um sie zu besuchen. Sie war so glücklich, sie nach vier Monaten wiederzusehen. Emma zeigte ihnen die Stadt und führte sie zu ihren Lieblingsorten. Ihre Mutter war beeindruckt, wie viel Deutsch Emma jetzt sprechen konnte. Als sie abreisten, fühlte Emma sich traurig, aber nicht mehr so einsam wie zuvor. Sie hatte sich ein neues Leben in Deutschland aufgebaut mit guten Freunden und aufregenden Erlebnissen. Im Frühjahrssemester bekam Emma ein Praktikum bei einer Marketingfirma. Sie arbeitete dort drei Tage pro Woche, während sie ihr Studium fortsetzte. Die Arbeitsumgebung war ganz anders, als sie erwartet hatte. Ihre Kollegen waren freundlich und bezogen sie sofort in Teammeetings ein. Sie lernte viel über digitales Marketing und Social-Media-Kampagnen. Am Ende ihres Austauschjahres hatte sich Emma völlig verändert. Sie war unabhängiger und selbstbewusster geworden. Ihr Deutsch hatte sich so sehr verbessert, dass sie komplexe Gespräche führen konnte. Sie hatte auch Freunde aus mehr als zehn verschiedenen Ländern gefunden. In ihrer letzten Nacht in München organisierten ihre Freunde eine Abschiedsparty für sie. Alle teilten ihre schönsten Erinnerungen aus dem Jahr. Yuki schenkte Emma ein kleines Geschenk und versprach, sie eines Tages zu besuchen. Als Emma in das Flugzeug nach Hause stieg, weinte sie, aber lächelte auch. Im Ausland zu studieren war die beste Entscheidung ihres Lebens gewesen. Sie wusste, dass sie eines Tages nach Deutschland zurückkehren würde.

German Story (B1)Auslandsstudium
Diese B1 Deutsch-Geschichte ist für mittelstufe konzipiert, die Deutsch lernen. Sie enthält einfaches Vokabular und kurze Sätze, um Ihre Lese- und Hörfähigkeiten zu verbessern. Klicken Sie auf ein beliebiges Wort, um Übersetzungen zu sehen und die Aussprache zu hören.
About this story
Emma erfüllt sich ihren Traum, an einer deutschen Universität im Ausland zu studieren. Sie überwindet anfängliche Herausforderungen wie Heimweh, Sprachbarrieren und lernt, selbstständig zu leben. Durch internationale Freundschaften, die Teilnahme an Lerngruppen und ein Praktikum entwickelt sie sich zu einer selbstbewussten und unabhängigen Person. Ihr Austauschjahr wird zur besten Entscheidung ihres Lebens.
Translations in English
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Comprehension Questions
4 questions
1
In welchem Land wurde Emma zum Studium angenommen?
2
Wer hat Emma am Flughafen abgeholt, als sie ankam?
3
Was passierte, als Emma zum ersten Mal kochte?
4
Was machte Emma während des Frühlingssemesters?
Vocabulary
40 words from this story


